Land Brandenburg be Berlin

Gesundheit ist mehr

Mit dem Besuch dieser Seite zeigen Sie Interesse an einem Ausbildungsberuf im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Das ist eine gute Wahl, denn die hier vorgestellten Berufe bieten Ihnen sehr gute Chancen für eine vielfältige berufliche Entwicklung in Berlin und Brandenburg. Die Gesundheit wird für immer mehr Menschen immer wichtiger und ist schon lange nicht mehr nur der Zustand des „Nichtkrankseins“.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen „Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“. Da liegt es auf der Hand, dass sich nicht nur Ärzte und Krankenschwestern um unsere Gesundheit kümmern. Die aktive Förderung der Gesundheit mit Sport, Wellness und Ernährung wird immer wichtiger. Alles zusammen steigert das Wohlbefinden der Menschen. Sie fühlen sich gesundheitlich fit und werden seltener krank. Dazu kommt, dass die Menschen in unserem Land immer älter werden und immer länger gesund leben – dank modernster Medizin, guter Medikamente sowie einer ausgewogenen und gesunden Lebensweise. Die Gesundheitswirtschaft ist die Branche der Zukunft. Das ist bereits heute auf dem Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg sichtbar.

Schon jetzt arbeitet in Berlin etwa jeder neunte Erwerbstätige im Bereich der Gesundheitswirtschaft. In wissenschaftlichen Studien wurde bereits prognostiziert, dass der Fachkräftebedarf bis zum Jahr 2030 stetig steigen wird und dann ca. 370.000 Menschen der Region in dieser stark wachsenden Branche ihr Arbeitsgebiet finden werden. Eine fundierte berufliche Ausbildung mit einem erfolgreichen Abschluss ist nach wie vor die Basis für gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Gesundheitswirtschaft bietet viele Ausbildungsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Interessen und Neigungen. Es werden nicht nur Ärzte und Krankenschwestern gebraucht. Handwerklich geschickte junge Menschen werden ebenso fündig wie Technikinteressierte, Sportbegeisterte oder Jugendliche, die gern im Büro mit dem Computer arbeiten wollen.


Zwiebelmodell angelehnt an Dr. Josef Hilbert

Alle in dieser Broschüre dargestellten Berufe können von Frauen und Männern erlernt werden. Die oben erwähnte Feststellung, dass die Gesundheitswirtschaft mehr umfasst als „Ärzte und Krankenschwestern“ ist nur aus Gründen einer besseren Lesbarkeit nicht auf beide Geschlechter übertragen worden, sonst hätten wir schreiben müssen: „mehr als Ärztinnen und Ärzte sowie Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger“. Oft ist nur eine der geschlechtsspezifischen Berufsbezeichnungen aufgeführt – mal weiblich, mal männlich, und ohne Wertung. Teilweise finden sich keine Ausbildungsstätten in Berlin und Brandenburg, die Berufe können aber in der Region ausgeübt werden. Hier werden auch überregionale Ausbildungsstätten angeführt. Um die einzigartige Vielfalt der Gesundheitswirtschaft möglichst übersichtlich darzustellen, hat der Wissenschaftler Dr. Josef Hilbert ein Zwiebelmodell entwickelt. Die Gesundheitswirtschaft umfasst danach vier Bereiche, die auch in dieser Broschüre aufgegriffen und farblich unterschiedlich gekennzeichnet werden.

Duales System: Betriebliche Berufsausbildung

Die Berufsausbildung im dualen System erfolgt im Betrieb und in der Berufsschule. Der Betrieb vermittelt den praktischen Teil der Ausbildung meist an drei bis vier Tagen in der Woche, den theoretischen Teil übernimmt die Berufsschule an den restlichen ein bis zwei Tagen. Die Auszubildenden erhalten während ihrer Ausbildung eine Vergütung, die von Beruf zu Beruf verschieden ist. Für jeden anerkannten dualen Ausbildungsberuf gibt es eine Ausbildungsordnung, die vom Gesetzgeber bundesweit vorgegeben wird und die in allen Bundesländern gleich ist. Die Berufsausbildung wird mit einer Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der zuständigen Berufskammern, d. h. der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer oder aber auch der Ärzte-, Zahnärzte- oder Apothekerkammer abgeschlossen. Für den Einstieg in eine betriebliche Berufsausbildung muss die allgemeine Schulpflicht (zehn Jahre) abgeschlossen sein.

Schulische Ausbildung

Neben der dualen Berufsausbildung, bei der Ausbildungsverträge mit Betrieben geschlossen werden, gibt es besonders in der Gesundheitswirtschaft viele Ausbildungen, die in schulisch organisierten Einrichtungen stattfinden. Viele Ausbildungsrichtlinien der sogenannten Gesundheitsfachberufe sind bundesweit einheitlich geregelt. Aber es gibt auch eine Reihe von schulischen Ausbildungen, für die die einzelnen Bundesländer zuständig sind. Die Ausbildungen finden an Oberstufenzentren (OSZ) und Schulen in freier Trägerschaft statt, die als Ausbildungsstätten staatlich anerkannt sind.

Die Berufsausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. Neben dem theoretischen und praktischen Unterricht gibt es einen praktischen Ausbildungsteil in Form von Praktika in Unternehmen sowie Einrichtungen im Gesundheitswesen. Die Schüler/innen erhalten nur in wenigen schulischen Ausbildungsberufen eine Ausbildungsvergütung. Es gibt auch eine Reihe von schulischen Ausbildungen, bei denen von den Schülern/innen ein Schulgeld bezahlt werden muss. In den Berufen, bei denen keine Ausbildungsvergütung gezahlt wird, können die Schüler/innen für ihre Ausbildung eine Förderung nach dem Öffnet externen Link in neuem FensterBundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen.

Schulgeld

Schulgeld müssen die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten für den Schulbesuch ihres Kindes zahlen. Es kann monatlich, halbjährlich oder jährlich angerechnet werden.

Ausbildungsvergütung

Eine Ausbildungsvergütung ist eine monatliche Bezahlung eines Auszubildenden, die je nach Beruf und Bundesland variiert. Die Ausbildungsvergütung muss mit den Ausbildungsjahren ansteigen.

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Für Schüler/innen, deren Eltern ihre Ausbildung nicht finanzieren können, steht das Öffnet externen Link in neuem FensterSchüler-BAföG zur Verfügung. Schüler-BAföG muss im Gegensatz zum Studien-BAföG nicht zurückgezahlt werden. Es wird monatlich überwiesen und berechnet sich am Einkommen der Eltern. Je höher das Einkommen, umso kleiner fällt die Förderung durch das BAföG aus.

Dieses Projekt der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH wird über die Investitionsbank Berlin mit Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales gefördert.

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